Ein tibetisches Sprichwort besagt: „Wenn man einen Teil einer Sache durchblickt, versteht man auch die ganze“. So können wir auch die Situation Tibets durch das Prisma der Olympischen Spiele in Beijing anschauen.
Einige Wochen vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Beijing ordneten die Behörden die Ausweisung von Personen tibetischer Herkunft aus der Stadt und Umgebung [...]
„Leaving Fear Behind“ (auf Tibetisch: jigdrel) ist ein heroischer Film, der von Tibetern in Tibet aufgenommen wurde, die die Stimmen ihrer Landsleute zu den Olympischen Spielen in Peking hörbar machen wollten. Gerade jetzt, wo China im globalen Rampenlicht steht, möchten die Tibeter der Welt von ihrer Notlage berichten und ihrem tiefempfunden Leid unter dem chinesischen Regime. Das Filmmaterial wurde unter außergewöhnlichen Umständen aus Tibet geschmuggelt. Die Filmemacher wurden kurz danach festgenommen und befinden sich seitdem in Haft…
Das TCHRD hat eine Dokumentation „Volksaufstand in Tibet 2008“ herausgegeben. Am Vorabend der ersten Olympiade in China, wo die Welt intensiver als je zuvor auf das große Spektakel der 29. Olympischen Spiele schaut, bringt das TCHRD sein Bedauern und sein tiefstes Entsetzen über die grobe Mißachtung der Olympischen Grundsätze durch China zum Ausdruck. Besonders deutlich [...]
IOC-Präsident Jacques Rogge ist mal wieder in Erklärungsnot – dieses Mal geht es um den von den chinesischen Olympia-Organisatoren zugesagten freien, d.h. unzensierten Internetzugang im olympischen Pressezentrum. Hatte er nicht vor einigen Wochen erst den „unzensierten Zugang zum Internet“ zugesichert? Chinesische Offizielle beharren dagegen auf dem Standpunkt, sie hätten ja nur die Seiten gesperrt, die [...]
Am 7. August starten die Tibet Initiativen weltweit ein 17-tägiges “Protestival für Tibet”, bei dem sich auch mehr als 15 deutsche Städte (darunter Berlin, Würzburg, Freiburg, Saarbrücken, Frankfurt/Main, Ulm, Nürnberg und weitere) mit über 30 Aktionen beteiligen (www.tibet-protestival.de)…
Normalerweise veröffentlichen wir hier keine Werbung, diese wollen wir euch aber nicht vorenthalten - Ihr sollt das Auto ja nicht kaufen. Als fast schon eine Art Gegenwerbung zu den mehreren Tausend gesponserten Volkswagen für die Olympischen Spiele in Peking setzt Lancia mit seinem Spot auf Konfrontation und läßt Gere durch Tibet fahren.
(Mittlerweile hat sich die Konzernmutter Fiat jedoch bei der chinesischen Regierung für diesen Spot entschuldigt, schade drum…)
Das China-Spezial der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (FAZ) bietet eine Vielzahl eigener Beiträge rund um die Themenbereiche “Politisches System”, “Außenpolitik”, “Tibet”, “Erdbeben” und “Olympia und Politik” und gibt sich äußerst kritisch China gegenüber. Sehr interessant sind zudem die sehr gut aufbereiteten Beiträge über die Geschichte des Verhältnisses zwischen China und Tibet sowies Chinas Werdegang hin zu einer der wirtschaftlich einflussreichsten Nationen.
In Zusammenarbeit mit dem Committee to Protect Journalists (CPJ) hat die Organisation Human Rights Watch einen „Leitfaden für Journalisten“ veröffentlicht, der es Medienberichterstattern erleichtern soll, in China ihrer Arbeit so ungehindert wie möglich nachgehen zu können - ohne sich den Repressalien der Chinesischen Regierung auf Kosten der Wahrheit beugen zu müssen.
Das Handbuch informiert über bestehende Hürden für die Berichterstattung in und aus China. Ausführlich gibt der Leitfaden zudem Informationen über Risiken, mit denen Assistenten und chinesische Informanten zu rechnen haben.
Der „Leitfaden für Journalisten“ ist in deutscher Sprache frei verfügbar und kann als PDF-Dokument auf der Homepage von Human Rights Watch heruntergeladen werden.
Zuverlässigen Quellen zufolge starb ein hochrangiger Mönch des Klosters Kirti im Bezirk Ngaba (chin. Aba) am 6. Juli, weil er dem ständigen Druck der chinesischen Behörden nicht mehr standhalten konnte. Der 70jährige Jampel Gyatso war bereits wegen Bluthochdruck und Streß in Behandlung. Beides verschlimmerte sich aufgrund des immensen Drucks, den die Behörden nach der Ausweisung aller Mönche unter 18 Jahren und dem Beginn der „patriotischen Erziehungskampagne“ in dem Kloster auf ihn ausübten. Durch die Ausweisung aller jüngeren Mönche war das Kloster fast leer geworden, was den Behörden ungelegen war. Um Kritik aus der Bevölkerung zuvorzukommen, ordneten sie daher an, daß alle Mönche bis zum 5. Juli ins Kloster zurückzukehren hätten, andernfalls, so warnten sie, würden man sie zu Hause festnehmen. Dieser Druck seitens der Behörden führte zu einer derartigen Verschlechterung von Jampel Gyatsos Gesundheitszustand, daß er einige Tage später verschied…
Am vergangenen Samstag teilte der Sondergesandte des Dalai Lama Lodi Gyari in einer Erklärung mit, dass die siebte Gesprächsrunde mit China enttäuschend verlaufen sei. Es fehlte an ernsthaftem und aufrichtigem Engagement von Seiten Chinas, so Gyari, Fortschritte in den Dialogbemühen zwischen Tibetern und Chinesen könne man aus diesem Grund nicht verzeichnen.
Anfang Juli 2008 waren die tibetischen Unterhändler Kelsang Gyaltsen und Lodi Gyari nach Peking gereist, um dort mit Vertretern der KP über die Lösung der Tibet-Frage zu verhandeln. Der ausgesetzte Dialog war vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse in Tibet und auf Druck der internationalen Gemeinschaft wieder aufgenommen werden…
Der Gesandte Kelsang Gyaltsen und ich, in Begleitung von unseren langjährigen Assistenten Sonam N. Dagpo und Bhuchung K. Tsering, die beide dem Arbeitsausschuß für die sino-tibetischen Beziehungen angehören, sowie von Jigmey Passang vom Sekretariat dieser Task Force, besuchten Peking vom 30. Juni bis zum 3. Juli 2008. Am 1. Juli 2008 trafen wir mit Du Qinglin, dem zweiten Vorsitzenden der Politischen Konsultativ-Konferenz des Chinesischen Volkes und zugleich dem Minister für die Zentrale Einheitsfrontabteilung zusammen. Dies war unsere erste Begegnung mit Minister Du, der diese Position seit dem 17. Parteikongreß innehat. Er gab uns einen kurzen Überblick über die innen- und außenpolitische Lage Chinas sowie über die chinesische Tibet-Politik. Wir nahmen die Gelegenheit wahr, um die grundlegenden Ansätze Seiner Heiligkeit des Dalai Lama zur Lösung der Tibet-Frage zu erläutern und zugleich den Opfern der Erdbebenkatastrophe in Sichuan unser aufrichtiges Beileid auszusprechen…
Ein namentlich nicht bekanntes Mädchen vom Dorfe wurde um den 20. Mai herum um die Mittagszeit von den paramilitärischen PAP-Truppen vor dem südlichen Tor des Tsuklakhang-Tempels in Lhasa erschossen.
Sie wollte ihren Bruder, einen Mönch im Tsuklakhang besuchen. Die PAP-Milizen, die vor dem Tempel Wache stehen, ließen sie jedoch nicht hinein. Daraufhin kam es zu einem Wortgefecht mit den PAP-Kräften. Während sie ihre Argumente vorbrachte, erschoß sie ein anderer PAP-Soldat von hinten mit einer schallgedämpften Pistole. Sie starb auf der Stelle…
IGFM: Arrangierte Journalistenreise soll von anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in Tibet ablenken
31 Journalisten aus Hongkong, Macau und Taiwan wurden in der vergangenen Woche durch Lhasa und die Region Lhoka in Tibet geführt. Sie sollten sich ein Bild von der Situation in Tibet machen. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) kritisiert, dass unter diesen Journalisten keine Vertreter aus Ländern waren, die nicht unter dem Einfluss Chinas stehen. Die Unabhängigkeit der Berichterstattung sei somit sehr fraglich, so die IGFM. Währenddessen werden weiterhin tibetische Mönche unterdrückt und verhaftet…
Heute sind es auf den Tag genau drei Monate, seit die friedlichen Proteste in Lhasa ihren Anfang nahmen und sich in der Folge auf andere ethnisch tibetische Gebiete ausweiteten. Das Tibetische Solidaritätskomitee möchte aus diesem Anlaß all den tapferen Tibeterinnen und Tibetern, den Lebenden und den Toten, in Tibet seine aufrichtige Anerkennung zollen, ganz besonders [...]
„derStandard.at” berichtet unter Verwendung einer Meldung der Reuters-Agentur über die Festnehme von mehr als 450 Exil-Tibetern während einer pro-tibetischen Demonstration in Kathmandu. Dabei setzte die nepalesische Polizei - wie bereits häufiger bei ähnlichen Demonstrationen - Bambus-Schlagstöcke ein. Über die Zahl der Verletzten lag bislang keine Information vor. Nach Angaben von Augenzeugen gerieten auch Nonnen und Mönche in Polizeigewahrsam.