Zeitgleich zur Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele am 8. August ruft Reporter ohne Grenzen zu Demonstrationen vor chinesischen Botschaften in aller Welt auf. Ab 13 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit protestiert die Menschenrechtsorganisation vor den chinesischen Vertretungen in Berlin, Brüssel, London, Madrid, Montreal, Paris, Rom, Stockholm und Washington.
Die Aktion soll auf Chinas gebrochenes Versprechen aufmerksam machen. Das Land hat bei Vergabe der Spiele 2001 zugesichert, die Lage der Presse- und Meinungsfreiheit zu verbessern. Doch die Zensur von Nachrichten und Internet hält an; rund 80 Journalisten und Internetdissidenten sind nach wie vor hinter Gittern; die Bewegungsfreiheit ausländischer Journalisten ist eingeschränkt.
Unter der Adresse www.rsfbeijing2008.org kann zudem am 8. August virtuell vor dem Pekinger Olympia-Stadion demonstriert werden.