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Boykott - nur etwas für Politiker und Sponsoren?

Donnerstag, 27.03.2008, 19:31 Uhr

Zu den Aufständen in Tibet und den angrenzenden Regionen verhalten sich VW-Chef Martin Winterkorn und auch der Sporthersteller Adidas verdächtig still. Der Aufruf des Grünen-Politikers Jürgen Trittin, die insgesamt 63 Sponsoren der Olympischen Spiele 2008 sollten durch den Protest ein Zeichen gegen das Vorgehen der chinesischen Regierung setzen, verhallt nahezu im Nichts.

Ein Beispiel: Die Volkswagen AG stellt für den Fackellauf einen ganzen Schwung von Fahrzeugen zur Verfügung (s. tibet news vom 22. März 2008). Bei der International Campaign for Tibet ist die Rede von es ist die Rede von 1000 Fahrzeugen. Kai Müller, Geschäftsführer der International Campaign for Tibet (ICT): „Bunte VW-Fahrzeuge auf Straßen, die kurz zuvor Schauplatz blutiger Ereignisse waren, wären für die deutsche Öffentlichkeit unerträglich. Das kann nicht im Interesse von Volkswagen sein.“ (s. tibet news vom 21. März 2008). Dennoch entziehen sich die Sponsoren jeglicher indirekter Mittäterschaft und verweisen darauf, dass es „Aufgabe der Politik“ sei, „die Probleme vor Ort zu lösen“ (s. tagesschau.de vom 27. März 2008).

Geld geht vor Moral
Kein Zweifel, China ist für die Unternehmen ein Markt, so riesig, dem will man sich nicht verschließen. Und man hofft auf einen Prestigegewinn durch bereitwillige und -giebige Unterstützung Chinas als gönnerhafte Sponsoren der Spiele. Wie “tagesschau.de“ berichtet, lässt Adidas bereits 49 Prozent seiner Schuhe in 260 chinesischen Fabriken produzieren (Kinderarbeit?). Auch VW setzt auf die Volksrepublik und hat zwei Standorte in China eingerichtet. Aus Angst, man könne wegen einer kritischen Meinung wichtige Genehmigungen und Wohlwollen durch die chinesische KP nicht erhalten, zeigen sie sich von den aktuellen Ereignissen unbeeindruckt.

Ein Positives…
Ein Positives haben die Aufstände bereits erreicht: Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für die menschliche wie auch kulturelle Unterdrückung in Tibet ist so große wie nie zuvor (2006 - In eigener Sache: Peking 2008 - machte sich offensichtlich kaum jemand darüber Gedanken, ein Zeichen zu setzen).

Aktiv werden
Doch allzu einfach sollte man es nicht machen und die Verantwortlichkeit für einen Boykott allein den Sport-Organisationen und den Politikern überlassen. Jeder kann aktiv werden, Petitionen unterschreiben und durch sein Konsumverhalten den Sponsoren der Olympischen Spiele und der chinesischen Regierung einen Denkzettel verpassen. Mal ganz ehrlich, wann hast du die letzte Coca Cola, das letzte Budweiser getrunken, eine Portion Pommes bei McDonald’s gegessen? Wieviele deiner Sachen tragen den Aufdruck „Made in China“? Nimmst du dir deine Filme mit einem Panasonic Video- oder DVD-Rekorder auf? Siehst du die Nachrichten über Tibet auf deinem Samsung-Fernsehgerät an? usw.



Avaaz.org-Petition erreicht eine Million. Nächstes Ziel: 2 Millionen Unterschriften

Mittwoch, 26.03.2008, 22:20 Uhr

Gratulation: Mehr als eine Million Menschen haben bei der Online-Petition von Avaaz.org unterzeichnet - und das innerhalb von nur einer Woche!
Wer meint, damit wäre es vorbei, der irrt. Das nächste erklärte Ziel ist die Zwei-Millionen-Marke. Also fleißig unterschreiben und Familie, Freunde, Bekannte und alle anderen aktivieren!!



Adressat der Petition ist chinesische Präsident Hu Jintao:
“Als Bürger dieser Welt ersuchen wir Sie, bei der Reaktion auf die Proteste in Tibet, zur Zurückhaltung und zum Respekt der Menschenrechte. Berücksichtigen Sie bitte die Anliegen der Tibeter, indem Sie einen bedeutungsvollen Dialog mit dem Dalai Lama eröffnen. Nur durch Dialog und Reformen kann eine längerfristige Stabilität erreicht werden. Chinas aussichtsvolle Zukunft liegt in harmonischer Entwicklung seiner Beziehung zur Welt durch Dialog und Respekt.”

Unterschreiben bei avaaz.org



Olympia-Eröffnungsfeier boykottieren!

Sonntag, 23.03.2008, 12:27 Uhr

Gewalt in Tibet darf nicht toleriert werden - Europa muss ein klares Signal für eine neue China-Politik setzen!
Nach der blutigen Niederschlagung der Unruhen in Tibet, die anlässlich des 49. Jahrestages des Volksaufstandes gegen die chinesische Herrschaft über Tibet am 10. März ausgebrochen waren, hat Peking die drei wichtigsten Klöster in Lhasa von Sicherheitskräften abriegeln [...]



Und noch etwas zum Thema “Internetzensur”

Samstag, 22.03.2008, 10:45 Uhr

Nahezu alle großen westlichen Suchmaschinen mischen fleißig mit bei der Zensur von Internetinhalten. Es ist erschreckend, wie bereitwillig Google, Yahoo & Co sich in die Dienste dieses zweifelhaften Eingriffs in das menschliche Grundrecht auf Informationsfreiheit stellen.
picidae” ist ein Projekt, das die beiden Schweizer Christoph Wachter und Mathias Jud ins Leben gerufen haben, um die Zensur zu umgehen.
Und so funktioniert es:
“Der Firewall verhindert das Aufrufen zensierter Webseiten innerhalb Chinas aufgrund von Worten im Content, der URL oder aufgrund der pauschalen Blockierung einer kompletten Website.
Ruft man picidae auf, erscheint ein Feld zur Eingabe einer Webadresse. picidae erstellt dann ein Bild der Webseite und sendet dieses zurück. Damit ein Surfen auch auf dem Abbild der Seite möglich wird, analysiert der pici-Server die Webseite und setzt via Imagemaps auf dem Abbild überall dort Links, wo diese auf dem Bild zu sehen sind. Wie auf der “richtigen” Webseite läßt sich so im Browser mit der Maus auf die Links klicken.
Auf einer weiteren Ebene werden Formularfelder pixelgenau in die Seite gesetzt. So lassen sich einfache Formulare absenden und man kann wie gewohnt in Suchmaschinen und auf Webseiten recherchieren. Dies ist wichtig, weil zum Beispiel Google in China erreichbar ist, aber die Suchresultate zensiert. Suchmaschinen außerhalb Chinas bringen wesentlich mehr Resultate.
Seiteninhalt, Seitentitel, Bildername, Links etc. benennt picidae willkürlich. Damit auch die eigentlichen URLs von Zensurprogrammen nicht erkannt werden, wird der Userinput vor dem Übertragen eines Formulars mittels Javascript codiert.”

(Text entnommen von picidae)

Und hier geht es zum picidae-server »



Ludovic Segarra: Tibet The Story Of A Tragedy

Samstag, 22.03.2008, 09:50 Uhr



ai: Gold für Menschenrechte

Freitag, 21.03.2008, 23:00 Uhr



Filmtipp: “10 Fragen an den Dalai Lama” (ab 8. Mai im Kino)

Donnerstag, 20.03.2008, 20:09 Uhr

Warum erscheinen uns arme Menschen oft glücklicher als reiche? Muss eine Gesellschaft auf dem Weg in eine moderne Zukunft seine Traditionen verlieren? Wie begegnet man Gewalt als Jemand, der Gewalt ablehnt? Können wir unsere Umwelt retten?
In einer 45minütigen Audienz in seiner Residenz in Dharamsala konnte der amerikanische Filmemacher Rick Ray Seiner Heiligkeit dem 14. Dalai [...]



Briefaktion an die Mitglieder des UN-Menschenrechtsrats in Genf

Mittwoch, 19.03.2008, 19:49 Uhr

Briefaktion an den UN-Menschrechtsrat: Es wird gefordert, daß die UNO eine Ermittlungskommission nach Tibet entsendet:

zur Aktion



Online-Appell bei Avaaz: Sign the Petition!

Dienstag, 18.03.2008, 20:19 Uhr

avaaz.orgOnline-Appell bei Avaaz: Sign the Petition!
Nach Jahrzehnten chinesischer Repression hat sich die Frustration der Tibetischen Menschen in Straßenprotesten und gewaltsamen Unruhen entladen. Die chinesische Regierung steht vor einer historischen Entscheidung zwischen brutaler Eskalation oder Dialog, welcher die Zukunft Tibets und Chinas bestimmen kann.

Wir können diese historische Entscheidung beeinflussen - China sorgt sich um seine internationale Reputation. Aber es braucht die schnelle Reaktion einer Masse von Menschen, um seine Aufmerksamkeit der Regierung zu gewinnen. Der tibetische Friedensnobelpreisträger und geistige Führer, der Dalai Lama, hat zu Zurückhaltung und zum Dialog aufgerufen. Er braucht die Unterstützung der Weltbevölkerung.

Unterschreiben Sie jetzt — und erzählen Sie es weiter.

“After decades of repression, Tibetans are crying out to the world for change. China’s leaders are right now making a crucial choice between escalating brutality or dialogue that could determine the future of Tibet, and China.

We can affect this historic choice — China does care about its international reputation. But it will take an avalanche of global people power to get the government’s attention. The Tibetan spiritual leader, the Dalai Lama, has called for restraint and dialogue: he needs the world’s people to support him.”

avaaz.org



Take Action! IOC: Speak Up About the Tibet Crisis!

Sonntag, 16.03.2008, 12:06 Uhr

After years of China’s repressive policies and a recent increase in official denunciations of the Dalai Lama, China’s heavy-handed
response to peaceful demonstrations by hundreds of monks and nuns earlier this week has triggered the desperation felt by Tibetans living under Chinese occupation and led to widespread protests in Lhasa and throughout Amdo province (present-day Qinghai [...]



Dreist - Die Pressearbeit der Chinesen in Tibet

Freitag, 31.08.2007, 08:39 Uhr

Wer als Journalist und Korrespondent in China arbeitet, darf sich über Schikanen nicht wundern. Belästigungen, Einschüchterungsversuche und Gewalt gegen regimekritische Informanten gehören zum Alltag. Zu Beginn des Jahres hatte sich die Regierung mit Blick auf die Olympischen Spiele um eine Imagekorrektur bemüht und den Auslandskorrespondenten bessere Arbeitsbedingungen versprochen. Geändert hat sich wenig, vor allem, wenn es um Tibet geht. Ohne spezielle Genehmigung haben Journalisten dort überhaupt keinen Zutritt. Gerne aber übernimmt das chinesische Außenministerin die Reiseführung - ein ARD-Team hat einen Pressetross durch Tibet begleitet. Zapp über eine chinesische Propanganda-Tour voller Widersprüche.

Den Beitrag zum Lesen gibt es hier.
Den Fernsehbeitrag gibt es hier.



Spatenstich zum Tibet-Zentrum mit S.H. dem XIV. Dalai Lama

Freitag, 30.12.2005, 00:55 Uhr

Sonntag, den 14. Mai 2006 (10 Uhr): Spatenstich zum Tibet-Zentrum mit S.H. dem XIV. Dalai Lama
Ort: Hüttenberg, Kärnten
Weitere Informationen unter www.huettenberg.at/indexharrer.html



ZDF: Dalai Lama startet Website

Sonntag, 11.12.2005, 13:35 Uhr

Heute im Videotext des ZDF (S.804) gelesen:
“Dalai Lama startet Website
Der im indischen Exil lebende Dalai Lama wirbt seit Sonntag auf einer eigenen Internetseite für den Weltfrieden. Die zum internationalen Tag der Menschenrechte freigeschaltete Website solle nicht das Oberhaupt der tibetischen Buddhisten würdigen, sondern seine Botschaft von ‘Liebe, Frieden sowie Mitgefühl und universeller Verantwortung’ verbreiten, teilte [...]



Achtung: Dringende Meldung der Organisation Students for a Free Tibet

Donnerstag, 08.12.2005, 22:50 Uhr

Betrifft: Protest und Polizeieinsatz im Kloster Drepung
Bitte unternehmen Sie etwas bezüglich der Protestaktion und darauf folgenden Razzia, die in der vergangenen Woche im Kloster Drepung in Tibet stattfanden.
Mehrere Mönche wurden des Klosters verwiesen, geschlagen und inhaftiert, weil sie sich der Teilnahme an der von den Chinesen durchgeführten Kampagne für “Patriotische Erziehung” widersetzt hatten, in deren [...]



Spiegel Online: Forscher werfen China Folter und Mord vor

Freitag, 11.11.2005, 09:26 Uhr

Wissenschaftler erheben schwere Vorwürfe gegen die chinesische Regierung. Untersuchungen von mehreren hundert Flüchtlingen aus Tibet hätten ergeben, dass Hinrichtungen, Folter und psychische Gewalt noch häufiger vorkommen als bisher vermutet…
Zum Artikel von “Spiegel Online”



16 Jahre alt und verschleppt: Der XI. Panchen Lama

Mittwoch, 14.09.2005, 12:30 Uhr

Seit dem 17. Jahrhundert gibt es in Tibet die Institution des Panchen Lama bzw. Panchen Rinpoche („Großer Lehrer“). Er gilt als Reinkarnation des Buddha Amitabha („Buddha des unermesslichen Lichts“) und zweitranghöchster spiritueller Lehrer nach dem Dalai Lama. Zudem ist er eine wichtige Person bei dem Anerkennungsverfahren der Reinkarnation des Dalai Lama, die sich nicht zuletzt [...]