Vielleicht sollte an dieser Stelle daran erinnert werden, dass als nächster sportlicher Groß-Event nach der Fußball-WM für 2008 die Olympischen Spiele in Peking anstehen. China ist nicht gerade das Paradebeispiel für die Einhaltung menschlicher Grundrechte. Unterdrückung, Ausbeutung, brutale und rücksichtslose Expansionspolitik sind wohl eher die Attribute, die die kommunistisch-kapitalistische Regierung dieses Landes beschreiben. Egal ob die Zwangsumsiedlungen vieler Millionen chinesischer Bürger durch den Bau des zweifelhaften Prestige-Objekts „Drei-Schluchten-Damm“, die ökologischen Schäden und die rigorose Mundtot-Taktik (etwa des Aktivisten Fu Xiancai), die Besetzung Tibets oder das Training der Polizisten im Umgang mit ausländischen/kritischen Journalisten, China ist weit davon entfernt, sich als weltoffener Gastgeber einen Namen zu machen. Sollte man sich erst jetzt die Frage stellen, ob ein solches Land die Olypmischen Spiele austragen darf?
Stellt sich bloß die Frage, was man neben diversen Petitionen an das IOC, sonst noch tun kann. Gar nicht erst die TV-Übertragungen der Spiele zu sehen, fällt in die Sparte „passiver Widerstand“ und ist sicherlich konsequent. Nicht mehr zum „Chinesen“ gehen, ist wohl eher kein praktikables Mittel. Ich bezweifle, dass ein KP-Funktionär aus China ausgerechnet in meiner Straße sein Restaurant betreibt.
Noch bleibt ein wenig Zeit, sich etwas wirklich Effektives zu überlegen. Lasst Euch etwas einfallen, seid kreativ, verdammt, SEID KREATIV!