20 Jahre Tiananmen: Noch immer bis zu 200 Beteiligte in Haft
Donnerstag, 04.06.2009, 08:49 Uhr | Kategorien: Appelle, China allgemein4. Juni 1989: Die chinesische Armee zerschlägt die Demonstrationen auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Hunderte Menschen sterben. Die blutige Niederschlagung der Demokratiebewegung im Juni 1989 ist für die chinesische Regierung bis heute ein Tabuthema. Öffentlich darf nicht über die Ereignisse vom 4. Juni 1989 gesprochen werden. Die Hinterbliebenen dürfen nicht öffentlich trauern. 2009 befinden sich, Schätzungen chinesischer Organisationen zufolge, noch immer bis zu 200 Menschen wegen ihrer Beteiligung an den Demokratieprotesten in Haft.
Amnesty International fordert die chinesische Regierung auf, die Gefangenen freizulassen und endlich eine unabhängige Untersuchung durchzuführen.
Vor dem Gedenktag am 4. Juni haben Übergriffe und Schikanen gegen Menschenrechtsaktivisten und Rechtsanwälte wieder zugenommen. Amnesty International hat allein in diesem Jahr schon rund 100 Fälle dokumentiert, in denen Aktivisten kurzzeitig inhaftiert oder von Staatsvertretern misshandelt wurden, einige davon im Zusammenhang mit dem 20. Jahrestag.
Gegen das Verschweigen der Toten und Verletzten vom 4. Juni 1989
Zeigen Sie Einsatz für die Tiananmenmütter! Ihre Kinder sind bei der Niederschlagung der Demokratiebewegung am 4. Juni 1989 getötet oder verletzt worden. Doch bis heute lässt die chinesische Regierung es nicht zu, dass die Tiananmenmütter öffentlich trauern.
Gelesen: 37 · heute: 3 · zuletzt: 12. March 2010weiterlesen bei Amnesty International

