Sicherheitskräfte in Ngaba fahren in eine Menschenmenge hinein und verletzen vier Personen
Mittwoch, 08.04.2009, 13:33 Uhr | Kategorien: BuddhismusMindestens vier Menschen wurden verletzt, als Sicherheitskräfte am Freitag ihre Fahrzeuge bewußt fahrlässig in eine Menge tibetischer Buddhisten lenkten, die sich im Bezirk Ngaba, Provinz Sichuan, zu einer religiösen Zeremonie versammelt hatten.
Nach den Informationen von Tsering, einem Mönch aus dem Kloster Kirti im Exil, ereignete sich der Vorfall während der alljährlichen Prozession mit der Statue des Maitreya Buddha im Kloster Sey im Bezirk Ngaba. Dieser Umzug findet üblicherweise während des großen Gebetsfestes (Monlam) statt, das dieses Jahr jedoch infolge der behördlichen Restriktionen nicht abgehalten werden konnte.
Die dort ansässigen Tibeter und Mönche schienen irritiert durch die Anwesenheit der chinesischen Sicherheitskräfte bei der religiösen Zeremonie. Viele tibetische Gläubige und Mönche hatten sich bei dem Kloster versammelt, wo dann Sicherheitskräfte in großer Zahl eintrafen und versuchten, die Menge auseinanderzutreiben. Sie lenkten einfach ihre Fahrzeuge in die Menge und verletzten dabei vier Personen. Was mit den Verletzten weiter geschah, ist nicht bekannt, ebensowenig, ob sie medizinisch versorgt wurden.
Die chinesischen Behörden hatten Anfang des Jahres den Klöstern in der Gegend die Abhaltung des großen Gebetsfestes verboten, was Empörung und Protest bei der Bevölkerung hervorrief. Viele Klöster wurden seitdem unter Aufsicht gestellt.
Gelesen: 55 · heute: 2 · zuletzt: 13. March 2010www.phayul.com
5. April 2009Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)

