Protestfestival für Tibet
Freitag, 25.07.2008, 23:38 UhrKategorien: Aktionen, News Allgemein, Termine
Wie jeden Montag, seit den diesjährigen Aufständen in Tibet um den 10. März herum, treffen sich auch am kommenden Montag Tibeter und Tibet-Unterstützer zu einer Solidaritätskundgebung in München zusammen. Wie schon so oft ist auch diesmal der Odeonsplatz ihr Treffpunkt, von dem aus sie gemeinsam um 18:30 Uhr über dem Marienplatz und dem Sendlinger Tor zum Karlsplatz (Stachus) ziehen werden. Eine kleine Kundgebung mit Ansprachen und Gebete für die Opfer wird dort die Veranstaltung beenden.
Die Deutsche Bundesregierung muss sich verstärkt für ernsthafte Verhandlungen zwischen China und Vertretern der Tibetischen Regierung im Exil einsetzen, fordert die Tibet Initiative München e.V. (TIM). Angesichts der Zuspitzung des Tibet-Konflikts seit März dieses Jahres, dürfe diese keine Gelegenheit mehr ungenutzt lassen, China auf substanzielle Verhandlungen mit dem Dalai Lama zu drängen. Laut dem Sondergesandten des Dalai Lama, Lodi Gyari, verlief die jüngste Gesprächsrunde Anfang Juli in Peking enttäuschend und führte zu keinem Ergebnis.
„Unsere Befürchtungen haben sich bestätigt, dass China trotz Wiederaufnahme des Dialogs kein ernstes Interesse an der Lösung der Tibet-Frage hat“, so Anja Scheer, Sprecherin der TIM. „Die Gespräche dienen offensichtlich dazu, das eigene Image kurz vor den Olympischen Spielen aufzupolieren und erfüllen in keiner Weise die damit verbundenen Erwartungen. Wir hoffen sehr, dass die Bundesregierung und dort im Speziellen der Bundesaußenminister Herr Steinmeier sich von dieser Hinhaltetaktik nicht blenden lässt, sondern vielmehr eine aktive Vermittlerrolle einnimmt.“
Anfang Juli 2008 trafen sich die tibetischen Unterhändler mit Vertretern der KP in Peking. Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse in Tibet und auf Druck der internationalen Gemeinschaft war der ausgesetzte Dialog wieder aufgenommen worden. Eine gemeinsame Erklärung, die beide Parteien auf den Dialog-Prozess verpflichtet, wollte die chinesische Seite allerdings nicht unterschreiben. Sie macht eine Fortsetzung der Gespräche davon abhängig, ob es Störungen der Olympischen Spiele durch tibetische Aktivisten gibt.
„Wir wollen die Spiele nicht stören. Wir protestieren, um die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit auch während dieses inszenierten Großereignisses immer wieder auf die kritische Situation und die fortwährenden Menschenrechtsverletzungen in Tibet zu lenken. Wir protestieren, um China daran zu hindern die Olympischen Spiele und die Werte der Olympischen Bewegung für eigene Macht- und Propagandazwecke zu missbrauchen“, so die Sprecherin.
Dafür starten die Tibet Initiativen weltweit am 7. August ein 17-tägiges “Protestival für Tibet”, bei dem sich auch mehr als 15 deutsche Städte mit über 30 Aktionen beteiligen (www.tibet-protestival.de).
Kontakt: Tibet Initiative München e.V.
Anja Scheer
Gelesen: 219 · heute: 2 · zuletzt: 21. November 2008Pressemitteilung: Tibet Initiative München e.V.
Nordendstraße 7a
80799 München
Tel. 089 - 271 31 01
Fax: 01805 - 060 338 804 99
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Internet: www.tibet-munich.de
















