Urgent Action! Eil-Briefaktion an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
Donnerstag, 10.07.2008, 09:56 UhrKategorien: Aktionen, News Allgemein
Am vergangenen Samstag teilte der Sondergesandte des Dalai Lama Lodi Gyari in einer Erklärung mit, dass die siebte Gesprächsrunde mit China enttäuschend verlaufen sei. Es fehlte an ernsthaftem und aufrichtigem Engagement von Seiten Chinas, so Gyari, Fortschritte in den Dialogbemühen zwischen Tibetern und Chinesen könne man aus diesem Grund nicht verzeichnen.
Anfang Juli 2008 waren die tibetischen Unterhändler Kelsang Gyaltsen und Lodi Gyari nach Peking gereist, um dort mit Vertretern der KP über die Lösung der Tibet-Frage zu verhandeln. Der ausgesetzte Dialog war vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse in Tibet und auf Druck der internationalen Gemeinschaft wieder aufgenommen werden.
Die Erklärung des Sondergesandten können Sie einsehen unter: http://www.tibetoffice.ch/web/mwa/statement_7th_round_german.htm
Diese aktuellen Entwicklungen bestätigen die Befürchtungen der Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID), dass China kein ernsthaftes Interesse an einer Lösung der Tibet-Frage hat. Die TID fordert darum die Deutsche Bundesregierung auf, sich verstärkt für substanzielle Verhandlungen zwischen der chinesischen Führung und den Vertretern der Tibetischen Regierung im Exil einzusetzen und eine aktive Vermittlerrolle zu übernehmen.
Verwenden Sie folgende Briefvorlage an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Nutzen Sie dazu das Kontaktformular der Bundeskanzlerin http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/DE/Service/Kontakt/kontakt.html__nnn=true
oder schicken Sie den Brief per Post an folgende Adresse:
Bundeskanzleramt
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
Anfang Juli wurden die ausgesetzten Gespräche zwischen der chinesischen Regierung und den Vertretern der Tibetischen Regierung im Exil wieder aufgenommen. Leider haben die Verhandlungen in keiner Weise zu Fortschritten in den Dialogbemühungen zwischen Tibetern und Chinesen geführt.
Laut Aussage des tibetischen Sondergesandten Lodi Gyari verliefen die Gespräche enttäuschend, da die chinesische Seite nicht mit der gebotenen Ernsthaftigkeit in die Verhandlungen ging. Statt konkrete Schritte zu einer echten Lösung der Tibet-Frage zu diskutieren, beharrte die chinesische Führung auf der Feststellung, dass der Dalai Lama für die März-Unruhen verantwortlich sei. Voraussetzung für die Fortsetzung der Gespräche nach den Olympischen Spielen sei, dass keine weiteren Proteste seitens der Tibeter stattfinden, der Dalai Lama auf die Forderung nach Unabhängigkeit verzichtet und die Olympischen Spiele unterstützt.
Diese Bedingungen hat der Dalai Lama längst erfüllt. Er verzichtet auf Unabhängigkeit, ruft zum gewaltlosen Widerstand auf und spricht sich gegen einen Boykott der Olympischen Spiele aus. Während er weltweit als Botschafter des Friedens verehrt wird, ermahnt ihn die chinesische Führung “gewaltsame und terroristische” Aktivitäten einzelner Tibetgruppen nicht zu unterstützen und befördert damit bewusst ein falsches Bild.
Angesichts der angespannten Lage in Tibet fordere ich ernsthafte und nachhaltige Verhandlungen. Meiner Auffassung nach sollten diese durch einen Vermittler der Vereinten Nationen begleitet werden. Darüber hinaus fordere ich die Einsetzung eines EU-Sonderbeauftragten für Tibet.
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, ich schätze Ihre klare Haltung und Ihr öffentliches Bekenntnis zum Dalai Lama. Ich bitte Sie eindringlich, sich meinen Forderungen anzuschließen und eine aktive Vermittlerrolle einzunehmen. Nutzen Sie Ihren Einfluss und nehmen Sie die chinesische Regierung in die Pflicht, endlich verantwortungsvoll und lösungsorientiert mit dem Tibet-Problem umzugehen.
Hochachtungsvoll
Gelesen: 28 · heute: 3 · zuletzt: 21. August 2008via:
Tibet Initiative Deutschland e.V.
Greifswalder Str. 4
10405 Berlin
Tel./Fax: 030-42081521/-22
www.tibet-initiative.de
















