Köhlers und Steinmeiers Feigheit vor China
Montag, 05.05.2008, 20:20 UhrKategorien: News Allgemein
In den letzten Wochen haben alle Druck auf China gemacht: Merkel, Bush, Sarkozy, Japan und die EU gemeinsam mit ihren Zivilgesellschaften. Alle haben die Führer in Peking aufgefordert, endlich in einen konstruktiven Dialog mit dem Dalai Lama einzutreten. Diese Einigkeit war neu und sie hat gewirkt. Denn an diesem Wochenende beginnen in China die Gespräche zwischen zwei Vertretern des Dalai Lama und Vertretern der chinesischen Regierung.
In dieser Situation wäre weiterer Druck notwendig, damit sich die Lage der Tibeter wirklich verbessert. Aber was machen der deutsche Bundespräsident Horst Köhler und der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier? Sie kneifen.
Der Dalai Lama ist vom 15. – 20. Mai auf Deutschlandbesuch und spricht am 19. Mai in Berlin auf einer Solidaritätskundgebung für Tibet vor dem Brandenburger Tor. Prominente deutsche Musiker haben sich ebenfalls angesagt. Der Dalai Lama ließ sowohl beim Bundespräsidenten wie auch beim Außenminister nach einem Termin nachfragen. Doch beide Spitzenpolitiker lehnten mit Rücksicht auf Pekings Empfindlichkeit ein Treffen mit dem Papst des Ostens ab. Doch gerade jetzt wäre ein Zeichen der Solidarität mit den geknechteten Tibetern wichtig und vielleicht auch hilfreich. Ein Nachlassen des Außendrucks hilft nach aller Erfahrung nicht.
In den letzten Wochen sind nach Angaben der tibetischen Exilregierung während der jüngsten Unruhen 203 Tibeter getötet worden, über 1.000 verletzt und über 5.200 verhaftet. Viele Gefangene wurden und werden gefoltert und geschlagen. Von den ersten 30 zu lebenslänglich und bis zu 20 Jahren Gefängnis Verurteilten konnten viele während der Gerichtsverhandlung nicht stehen, sie mussten gestützt werden.
Die derzeitige Lage auf dem Dach der Welt erinnert jeden Tibet-Kenner an die furchtbare Zeit der Kulturrevolution, bei der die Chinesen die Tibeter brutal unterdrückten und eine unvorstellbare Kulturbarbarei anstellten. Tausende von Klöstern wurden damals zerstört und viele Mönche getötet. Auch heute werden die Gefangenen geschlagen, gefoltert und ausgehungert.
Nichts wäre jetzt wichtiger als eine Position wie sie im letzten Herbst die Bundeskanzlerin einnahm als sie den Dalai Lama im Kanzleramt empfing. Mitte Mai ist Angela Merkel in Kanada. Doch die anwesenden deutschen Spitzenpolitiker Köhler und Steinmeier kuschen vor Peking.
Wenn westliche Politiker sich von China vorschreiben lassen, ob sie mit dem Dalai Lama sprechen dürfen oder nicht, haben sie schon verloren. Für eine glaubwürdige Menschenrechtspolitik ist die Feigheit vor den Folterern das schlimmste Gift. Mit diplomatischer Leisetreterei ist den Opfern brutaler Menschrechtsverletzungen überhaupt nicht geholfen. Und den Demokraten in China und der Glaubwürdigkeit der Demokratie hierzulande auch nicht.
Quelle: Franz Alt 2008
Programmtipp:
Tibet - Reise durch ein verbotenes Land
3sat | 19.05.08 | 20:15 Uhr
Ein Gespräch von Franz Alt mit dem Dalai Lama
3sat | 19.05.08 | 21:00 Uhr

















Dabei wäre es doch so einfach zu sagen, dass wir mit unserem geschichtlichen Hintergrund gar nicht anders können als uns ganz klar für die Menschenrechte einzusetzen. Und das gänzlich ohne Leisetreterei sondern mit stolzer Brust!
Ach, dieses “unseres Land…. wie sagt man so schöndoof:
Wie der Herr, so´s Gescherr!
Schau dir die Regierung und schau dir das Volk an… echt traurig
Herr Steinmeier und Herr Köhler sollten zur Eröffnungsfeier nach China fahren, sich auf die Tribüne setzen, freundlich grinsen und Hände schütteln. Danach aber in China bleiben und sich bei VW oder sonstigen Sponsoren beschäftigen lassen. Volksvertreter ohne Rückrat brauchen wir nicht !!
Jetzt fehlt nur noch das die Chinesen behaupten das die “Dalai Lama Clique” für das Erdbeben verantwortlich ist.