„Sicherer“ Fackellauf unter Einsatz von 15.000 Sicherheitskräften

Donnerstag, 17.04.2008, 18:00 Uhr
Kategorien: Menschenrechte, News Allgemein, Olympische "Spiele" 2008

Einen Blick auf die Fackel in Neu Delhi zu erhaschen, dürfte kaum möglich gewesen sein. Denn die indische Regierung bot ein Kontingent von 15.000 Sicherheitskräften auf und strichen die 32 Kilometer lange Strecke des Fackellaufs großzügig auf 2,3 Kilometer zusammen. Sehr zum Vorteil einer Gegenveranstaltung der Exil-Tibeter, die ihren eigenen Fackellauf veranstalteten.

via www.phayul.comIndien beherbergt schätzungsweise 100.000 Exil-Tibeter, von denen mehrere hundert bereits seit Wochen in der Innenstadt von Delhi für die Unabhängigkeit Tibets demonstrieren. Die Sicherheitsbehörden befürchteten offenbar größere Demonstrationen während des Fackellaufs und strichen die Laufstrecke auf weniger als ein Zehntel der vorgesehenen 32 Kilometer zusammen. Zusätzlich boten sie ein Heer 15.000 Sicherheitskräften auf, das die Fackelläufer beschützen sollte, tatsächlich aber jeden Blick auf die Fackel versperrte.

Zeitgleich veranstalteten die Exil-Tibeter ihren eigenen Fackellauf am Jantar Mantar-Park. Jenseits von Polizeiaufgebot jubelten viele Hundert Zuschauer dem „Symbol des friedlichen Widerstands“ zu.

Gelesen: 9 · heute: 2 · zuletzt: 16. August 2008

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