Tibeter in Lhasa werden schikaniert - neue friedliche Proteste in Kham
Dienstag, 15.04.2008, 20:00 Uhr | Kategorien: Buddhismus, Menschenrechte, News Allgemein, Widerstand in TibetObgleich von Seiten der Chinesen Proteste in Tibet mit extremer Gewaltanwendung gnadenlos unterdrückt werden, fand heute Morgen im Bezirk Markham eine neue friedliche Demonstration statt. Es sind darüber keine weiteren Einzelheiten bekannt geworden. Auch darüber, daß vor ein paar Tagen, als die sogenannte „Patriotische Erziehung“ im Kloster Woser in Markham durchgeführt werden sollte, eine Gruppe von Mönchen aus Widerspruch dazu das Kloster verließ, ist nichts weiter bekannt.
Am Abend des 10. April schickte die Volksbefreiungsarmee zusätzliche Einheiten und Arbeitsteams in das Kloster Drepung nach Lhasa, um dort eine Schulung, die sogenannte „Patriotische Erziehung“, zu erzwingen. Auch dort trafen die Arbeitsteams auf Widerstand und entweder am 11. oder 12. April wurden viele Mönche verhaftet. Da die chinesischen Militärs das Kloster so wie andere auch schon seit längerem von der Lebensmittelzufuhr abgeschnitten haben, waren viele Mönche dort nahezu verhungert. Als die Mönche in ihrem desolaten Zustand aus dem Kloster kamen, denn der Hunger zwang sie dazu, schränkte das Militär ihre Bewegungsfreiheit erheblich ein und verletzte dabei viele. Auch da sind keine weiteren Einzelheiten zugänglich.
Darüber hinaus hat die chinesische Regierung vorsätzlich für Streit zwischen Tibetern und Chinesen gesorgt, um den Konflikt anzuheizen. Auch die lokalen Behörden auf den unteren Ebenen haben den Haß der chinesischen Volksgruppe auf die ortsansässigen Tibeter reichlich geschürt. Als Ergebnis ihrer Hetzpredigten drangsalieren Chinesen Tibeter, wann immer sie können, chinesische Studenten schlagen zum Beispiel tibetische Studenten in vielen Teilen Tibets, ganz besonders allerdings in Lhasa. Für Tibeter setzen chinesische Verkäufer ihre Preise extra herauf und Chinesen, die Fahrräder reparieren, lehnen es ab, einem Tibeter sein Fahrrad instand zu setzen. Dies sind nur einige wenige Beispiele für die üble Art und Weise, auf die Chinesen mit unschuldigen Tibetern umgehen.
In Anbetracht der äußerst kritischen Situation in Tibet appellieren wir an die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft, sich unserer folgenden Forderungen dringend anzunehmen:
- unverzüglich unabhängige Untersuchungskommissionen nach Tibet zu
schicken - der freien Presse unverzüglich Zugang nach ganz Tibet zu ermöglichen;
- dem brutalen Morden in ganz Tibet unverzüglich ein Ende zu setzen;
- für die sofortige Freilassung aller festgenommenen und verhafteten Tibeter zu sorgen;
- die medizinische Versorgung der verletzten Tibeter zu ermöglichen;
- die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit der Menschen und ihren Zugang zu lebensnotwendigen Gütern sicherzustellen.
Gelesen: 31 · heute: 2 · zuletzt: 11. March 2010Tibetan Solidarity Committee
www.stoptibetcrisis.net
14. April 2008Übersetzung: Irina Raba, Angelika Mensching
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)














