China gegen „unbegründete“ Kritik
Sonntag, 13.04.2008, 12:34 UhrKategorien: Menschenrechte, News Allgemein, Olympische "Spiele" 2008, Widerstand in Tibet
Eine Belastung der europäisch-chinesischen Beziehungen sieht die chinesische Regierung wegen der „unbegründeten“ Kritik des EU-Parlaments am Umgang der Sicherheitskräfte mit dem Widerstand in Tibet. Zuvor hatte die EU klargemacht, man hielte sich einen Boykott der Eröffnungsfeiern in Peking als Option offen, sollte China weiterhin den offenen Dialog mit dem 14. Dalai Lama verweigern.
Parteichef Hu Jintao holte weit aus und wies jegliche Forderungen durch westliche Politiker entschieden zurück. Im chinesischen Volkskongress wurde dem EU-Parlament vorgeworfen, sich „arrogant“ in innere Angelegenheiten einzumischen und durch die Politisierung der Olympischen Spiele den „Geist der Olympischen Charta“ verletzt zu haben. Auch sollte sich die EU hüten, die Gefühle des chinesischen Volkes nicht zu verletzen.
Unverändert: Hu Jintao hält nach wie vor an seinem Vorwurf fest, der Dalai Lama würde die Gewalt „anstacheln“ und somit die Spiele im August „sabotieren“. Bevor Gespräche aufgenommen werden könnten, müsse sich das religiöse Oberhaupt der Tibeter von seinem angeblich gewaltsamen Kampf für die Unabhängigkeit Tibets sowie von den Bestrebungen der „Spaltung des Vaterlandes“ abkehren.
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