Olympia-Eröffnungsfeier boykottieren!

Sonntag, 23.03.2008, 12:27 Uhr | Kategorien: Aktionen, Links & Downloads, Menschenrechte, News Allgemein, Olympische "Spiele" 2008, Widerstand in Tibet

Gewalt in Tibet darf nicht toleriert werden – Europa muss ein klares Signal für eine neue China-Politik setzen!

Nach der blutigen Niederschlagung der Unruhen in Tibet, die anlässlich des 49. Jahrestages des Volksaufstandes gegen die chinesische Herrschaft über Tibet am 10. März ausgebrochen waren, hat Peking die drei wichtigsten Klöster in Lhasa von Sicherheitskräften abriegeln lassen. Touristen ist es nicht mehr erlaubt, diese Einrichtungen zu besuchen. In den Klöstern wurden die Mönche von Sicherheitskräften verhört, um alle Teilnehmer an den öffentlichen Protesten zu bestrafen. Trotz der in den letzten Jahren systematisch betriebenen Gleichschaltung der Klöster und der Einsetzung regimetreuer Äbte haben einige Mönche Hungerstreiks gegen die gewaltsame Niederschlagung ihrer friedlichen Proteste begonnen.

Die GfbV warnt wie viele andere Menschenrechtsorganisationen seit Jahren vor einer drohenden Eskalation des Tibet-Konflikts. Der Druck Chinas auf die Tibeter nimmt immer mehr zu. 12.000 Mönche wurden aus ihren Klöstern ausgewiesen. Tibetische Schulen werden geschlossen, die traditionelle tibetische Sprache droht zu verschwinden. Auch in Wirtschaft und Gesellschaft klagen Tibeter über Diskriminierung. Systematisch werden sie zur Minderheit im eigenen Land gemacht und selbst in ihrer buddhistischen Religion will Chinas atheistische Führung das Sagen haben.

Europa mitverantwortlich!
Nach Ansicht der Gesellschaft für bedrohte Völker ist die nachsichtige Politik der Europäischen Union mitverantwortlich für die Eskalation in Tibet. Die Regierungen der europäischen Länder haben jedes konsequente Engagement für eine dauerhafte Lösung des Tibet-Konflikts vermissen lassen und mit ihrem Schweigen die Zerstörung der tibetischen Kultur, Religion und Gesellschaft durch China indirekt gefördert. Das muss sich ändern!

Klare Zeichen setzen – für eine neue China-Politik!
Die Olympischen Spiele hätten niemals an China vergeben werden dürfen. Doch nun laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Gleichzeitig werden aus aller Welt die Proteste lauter – sportlicher Jubel ist unvereinbar mit Verfolgung und Vernichtung!

Die internationale Staatengemeinschaft kann nicht so tun, als würde sie der gewaltsame Tod von mehr als 100 Menschen und die Verhaftung unzähliger friedlicher Demonstranten in Tibet nichts angehen. Sie kann nicht in aller Ruhe ein Fest der Freude mit einem Olympia-Gastgeberland vorbereiten, das gleichzeitig schwerste Menschenrechtsverletzungen begeht!

Appellieren Sie mit uns an europäische Spitzenpolitiker wie die deutsche Bundeskanzlerin Merkel, den französischen Staatspräsidenten Sarkozy oder den britischen Premierminister Brown, sich auf europäischer Ebene für eine neue China-Politik einzusetzen. Fordern Sie sie auf, der Olympia-Eröffnungsfeier demonstrativ fernzubleiben – und damit vor aller Welt ein klares Zeichen zu setzen, dass Menschenrechte Vorrang haben müssen vor wirtschaftlichem und politischem Kalkül.

Bitte unterstützen Sie unsere China Olympia Kampagne durch eine Spende – auch kleine Beträge helfen. Vielen Dank!

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Boycott the Opening of the Olympic Games!

Eine Kampagne der GfbV-International

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