Und noch etwas zum Thema “Internetzensur”
Samstag, 22.03.2008, 10:45 UhrKategorien: Links & Downloads, Menschenrechte, News Allgemein
Nahezu alle großen westlichen Suchmaschinen mischen fleißig mit bei der Zensur von Internetinhalten. Es ist erschreckend, wie bereitwillig Google, Yahoo & Co sich in die Dienste dieses zweifelhaften Eingriffs in das menschliche Grundrecht auf Informationsfreiheit stellen.
“picidae” ist ein Projekt, das die beiden Schweizer Christoph Wachter und Mathias Jud ins Leben gerufen haben, um die Zensur zu umgehen.
Und so funktioniert es:
“Der Firewall verhindert das Aufrufen zensierter Webseiten innerhalb Chinas aufgrund von Worten im Content, der URL oder aufgrund der pauschalen Blockierung einer kompletten Website.
Ruft man picidae auf, erscheint ein Feld zur Eingabe einer Webadresse. picidae erstellt dann ein Bild der Webseite und sendet dieses zurück. Damit ein Surfen auch auf dem Abbild der Seite möglich wird, analysiert der pici-Server die Webseite und setzt via Imagemaps auf dem Abbild überall dort Links, wo diese auf dem Bild zu sehen sind. Wie auf der “richtigen” Webseite läßt sich so im Browser mit der Maus auf die Links klicken.
Auf einer weiteren Ebene werden Formularfelder pixelgenau in die Seite gesetzt. So lassen sich einfache Formulare absenden und man kann wie gewohnt in Suchmaschinen und auf Webseiten recherchieren. Dies ist wichtig, weil zum Beispiel Google in China erreichbar ist, aber die Suchresultate zensiert. Suchmaschinen außerhalb Chinas bringen wesentlich mehr Resultate.
Seiteninhalt, Seitentitel, Bildername, Links etc. benennt picidae willkürlich. Damit auch die eigentlichen URLs von Zensurprogrammen nicht erkannt werden, wird der Userinput vor dem Übertragen eines Formulars mittels Javascript codiert.”
(Text entnommen von picidae)














