S.H. Dalai Lama am 22. September im Freilichtmuseum Hessenpark
Montag, 03.09.2007, 19:13 UhrKategorien: Buddhismus, News Allgemein, Termine
Auf Einladung des Freundeskreises “Freunde für einen Freund”, der intensiv die hessisch-tibetischen Beziehungen pflegt, wird seine Heiligkeit der Dalai Lama am 22. September 2007 das Freilichtmuseum Hessenpark besuchen. Mit dem Hessenpark will der Ministerpräsident des Landes Hessen, Roland Koch, dem Oberhaupt der Tibeter etwas von seiner hessischen Heimat zeigen.
Auf einer Bühne an der Waldweide und an anderen Stellen im Hessenpark wird passend zum Besuch und zur Rede des Dalai Lama ein Rahmenprogramm geboten.
Bühne auf der Waldweide:
- Aus der Schweiz die Tanz- und Musikgruppe “Tibetisches Folklore-Ensemble”
Begrüßung des Dalai Lama durch den Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch
Von ca. 15:00 bis 16:00 Uhr Rede des Dalai Lama zum Thema “Freundschaft” mit Übertragung auf eine Großleinwand
Verteilt im Hessenpark u.a.:
* Viele Handwerker, vom Schmied über den Wagner bis hin zum Maler, der historische Wandmalerei vorführt.
* Alle Sonderausstellungen, z.B. auch das Haus aus Gemünden/Wohra mit der Dauerausstellung “Gemaltes Hessen” und der Sonderausstellung “Bruno Müller-Linow, Gemälde und Graphiken“, sind geöffnet.
* Kleiner tibetischer Markt
Das ausführliche Programm lässt sich hier als PDF-Dokument herunterladen.
Gelesen: 17 · heute: 2 · zuletzt: 21. August 2008
















Zu dem Besuch des Dalai Lama gibt es nun auch eine kleine, zweisprachige Website: http://www.freunde-fuer-einen-freund.de
Lieber Dalai Lama,
es ist eine Ehre und ein Segen, dass Sie unser Land besuchen. Vielen Dank.
Trotzdem möchte ich Ihnen mitteilen, warum ich und vielleicht auch andere Freunde Tibets, nicht an der Veranstaltung im Hessenpark teilnehmen, die in den Medien den Eindruck vermittelt, dass es sich um einen Werbeauftritt für Roland Koch handelt.
Wissen Sie, dass Ihr „langjähriger Freund“ Roland Koch ein „Hardliner“ ist, der für viele in diesem Land das darstellt, was einem chinesischen Gouverneur in Tibet vergleichbar wäre?
Als Verfechter von Gentechnik trägt er zur Kontamination unserer Heimat durch internationale Verbrecherkonzerne (Monsanto) bei und ist stets dabei, wenn seine Partei versucht, Terrorismusangst zu schüren, um Bürgerrechte zu beschneiden.
Die hessische Regierung befürwortet den Einsatz der Bundeswehr im Inneren und Kochs Partei ist an vorderster Front dabei, den kriminellen Krieg der USA ums Öl in Iran und für den Heroinanbau in Afghanistan zu unterstützen.
In Hessen wurde erstmals im Nachkriegsdeutschland über das Recht auf Folter diskutiert. Hätten wir tibetische Asylanten, würden die vermutlich nach China ausgeflogen werden oder in deutschen Knästen verrückt werden.
Bisher habe ich mich immer gefreut, dass sich Seine Heiligkeit persönlich um „Seine Scheinheiligkeit“ kümmert, denn ich dachte, dass Koch geistigen Beistand besonders nötig hat.
Doch trotz aller strategischen Überlegungen, die Sie abwägen müssen, meine ich, dass die Vereinnahmung des tibetischen Anliegens durch einen reaktionären Möchtegerndespoten seine Grenzen erreicht hat.
In der Hoffnung, dass auch alle Lebewesen in der Abschiebehaft der hessischer Transiträume glücklich sein werden und irgendwann so viel Aufmerksamkeit finden, wie die tibetischen Flüchtlinge weltweit,
verbleibe ich mit den besten Wünschen
Eugen Pletsch